Zustimmung für Sportanlage Im Moos

58 Prozent Ja-Stimmen in Affoltern zur geplanten Erweiterung

Übersichtsplan des Projektvorhabens auf der Sportanlage «Im Moos» in Affoltern. (Visualisierung zvg)

Übersichtsplan des Projektvorhabens auf der Sportanlage «Im Moos» in Affoltern. (Visualisierung zvg)

Die Vorlage zur Sportanlage Im Moos erhielt 58 Prozent Zustimmung. (Grafik dst)

Die Vorlage zur Sportanlage Im Moos erhielt 58 Prozent Zustimmung. (Grafik dst)

Neben dem 70-Millionen-Kredit für den Kläranlagenbau, der unbestritten blieb, stand am Sonntag für die Affoltemer Stimmberechtigten noch ein zweites Traktandum an. Und zwar eines, das in den vergangenen Tagen und Wochen mehr polarisierte: Für rund 18,6 Millionen Franken sollte die sanierungsbedürftige Sportanlage Im Moos modernisiert werden. Die Projektpläne sehen vor, das städtische Garderobengebäude und das Clubhaus «Mooshüsli» durch ein Infrastrukturgebäude zu ersetzen. Dieses soll in Zukunft Garderoben, Gastronomiebereiche sowie Büro- und Lagerräume bieten. Parallel zur Neubauplanung sollen die Sportanlagen saniert und neu gestaltet werden.

Seit dem frühen Sonntagnachmittag ist klar: Geht es nach den Stimmberechtigten, wird das Projekt wie geplant umgesetzt. Die Vorlage wurde mit 58 Prozent Ja-Stimmen nicht glänzend, aber deutlich angenommen. Die Stimmbeteiligung war mit 51,6 Prozent ungewöhnlich hoch, was darauf hindeutet, dass es den Sportvereinen gelungen ist, in ihrem Lager gut zu mobilisieren. Stadtpräsidentin Eveline Fenner sprach am Sonntag von einem «soliden, wenn auch nicht überragenden Resultat». Der Stadtrat habe auf ein deutliches Ergebnis gehofft: «Ich bin immer erleichtert, wenn die Vorlagen des Stadtrates vom Souverän bestätigt werden.»

Stimmrechtsrekurs noch hängig

Ob die Sportanlage eines Tages tatsächlich in der geplanten und nun abgesegneten Variante saniert und erweitert wird, muss sich allerdings noch weisen: Grund ist ein Stimmrechtsrekurs, der im Vorfeld zum Abstimmungssonntag beim Bezirksrat eingegangen ist (der «Anzeiger» hat berichtet). Moniert wurde darin, dass der Beleuchtende Bericht sich nicht dazu äussere, dass sich ein grosser Teil der Sportanlage Moos in den Grundwasserschutzzonen Moos 1 und 2 befinden würde und somit keine Bauten und Anlagen erstellt werden dürften. Ebenfalls wird beanstandet, dass sich die Hälfte der Ökowiese, auf welcher der Skaterpark und die Pumptrack-Bahnen erstellt würden, ebenfalls in der Schutzzone S2 befinden würde. Zudem bestehe für die Ökowiese ein Pachtvertrag, welcher noch fünf Jahre gültig sei. Die Erstellung eines Kunstrasens in der Schutzzone S2 sei nicht bewilligungsfähig. Das Stimmvolk sei nicht korrekt, angemessen und transparent informiert worden.

Stimmung gegen die Sportplatz-Vorlage und den aus ihrer Sicht «saftigen Abstimmungsbetrug» hatten die Gegner unter anderem mit einem anonymen Flugblatt gemacht und mit teils erheblichen Vorwürfen, die sie auf einer in Eigenregie betriebenen Website publizierten.

Bis wann der Entscheid des Bezirksrats vorliegt, war zuletzt noch nicht absehbar, wie Statthalter und Bezirksratspräsident Claude Schmidt vor einigen Tagen auf Anfrage erklärte.

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