Einblick in Entsorgung und Recycling
Am 18. März fand der Recycling-Day statt, das Programm wiederholt der blaue Schmid am Samstag für Werktätige
Jährlich am 18. März findet der Internationale Recyclingtag statt. Er wurde 2018 von der Global Recycling Foundation ins Leben gerufen, um das Bewusstsein für die Bedeutung von Recycling und Kreislaufwirtschaft zu stärken. Im Säuliamt bietet der Recyclinghof des blauen Schmids seit fünf Jahren an diesem Tag an verschiedenen Posten in seinem Öki-Hof die Möglichkeit, spielend etwas über das Abfalltrennen und die Entsorgung zu lernen. So war am vergangenen Mittwoch einiges los bei der Schmid AG an der Lindenmoosstrasse 15 in Affoltern. Damit auch Werktätige die Möglichkeit haben, das abwechslungsreiche Programm rund um die Themen Recycling, Upcycling und Nachhaltigkeit zu erleben, findet der Recycling-Day beim blauen Schmid am kommenden Samstag, 21. März, von 13.30 bis 16 Uhr gleich nochmal statt. Dann sogar mit Zusatzprogramm: eine Kleidertauschbörse, eine Festwirtschaft, ein Sandkasten für Kinder zum Spielen und als Highlight eine Baumaschinen-Vorführung. Interessierte dürfen im Kranfahrzeug und im Umschlagbagger sogar Probe sitzen.
Recycling mit Herzblut
Den Entsorgungs- und Recyclingbetrieb gründete Robert Schmid 1954. Fredy und Priska Schmid führten ihn weiter, und als sie vor einiger Zeit für ein Jahr eine Reise machten, da übernahm die dritte Generation. Seither sind Adrian und Leandra Schmid am Ruder. «Wir wurden ins kalte Wasser geschmissen, aber so lernt man schwimmen», erklärt Adrian lachend. Er hat eine Lehre als Recyclist EFZ absolviert und ist der Gefahrengutbeauftragte des blauen Schmids. Leandra hat eine KV-Lehre gemacht und ist nun vor allem für die Administration und Kommunikation zuständig. «Ich bin Mädchen für alles», erklärt sie. Schrittweise wird der Betrieb so an die jüngere Generation übergeben. «Sie machen das super», findet Fredy Schmid, der sich freut, denn so habe er mehr Zeit für das «Schrübeln» an seinen Oldtimern, wie Adrian Schmid augenzwinkernd meint. Dass es «einewäg» ein Familienbetrieb ist, wird klar, als die Leiterin der Sammelstelle eine Führung durch diese gibt und sich als Martina Schmid vorstellt. Aber die Schmids können weiter auf insgesamt 29 mehrheitlich langjährige Mitarbeiter zählen und den motivierten Lernenden Yves Suter. Sie alle machen ihren Job mit Herzblut und haben sich dem Recycling verschrieben. «Am Recycling-Day machen wir mit, weil die Aufklärung und die Sensibilisierung ein Herzensthema für uns sind», so Leandra Schmid. Dementsprechend liebevoll sind auch die Posten gestaltet und der Öki-Hof des blauen Schmids wartet mit einem abwechslungsreichen Programm auf, das informativ, praxisnah und geeignet für die ganze Familie ist.
Der blaue Schmid bleibt offen
Jüngst unterlag man dem Mitbewerber – dem grünen Schmid, welcher seinen Standort pikanterweise direkt neben dem Öki-Hof hat, als es darum ging, wer für die nächsten fünf Jahre die offizielle Sammelstelle der Stadt Affoltern wird. Dies nach über 25 Jahren. Grund war der Preis. Klar sei man enttäuscht, aber man habe den Auftrag nicht um jeden Preis gewollt. Nicht auf Kosten der Mitarbeiter. «Ich bin der Meinung, dass gute Arbeit gut entlöhnt sein sollte», erklärt Adrian Schmid. Ob man einen Rückgang gespürt habe? Am Anfang klar, so Schmid, aber viele kämen auch gerne wieder zurück, weil sie die Infrastruktur und das Angebot schätzten. Und wer weiss, womöglich macht in fünf Jahren ja der blaue Schmid wieder das Rennen vor dem grünen Schmid. Denn eines können die blauen Schmids klar sagen, an den Gerüchten, der Öki-Hof der Schmid AG würde schliessen oder sei geschlossen, die aktuell kursieren, ist nichts dran. «Sieht es so aus, als hätten wir geschlossen?», meint Leandra Schmid lachend und breitet die Arme aus – um sie herum herrscht reger Betrieb.
















