Einblick in Entsorgung und Recycling

Am 18. März fand der Recycling-Day statt, das Programm wiederholt der blaue Schmid am Samstag für Werktätige

Adrian Schmid führt die Baumaschinen vor und lässt Probe sitzen.

Adrian Schmid führt die Baumaschinen vor und lässt Probe sitzen.

Am Posten der Schmid AG klären Leandra Schmid und Daniel Hoffmann zum Thema Recycling und insbesondere zur Brandgefahr von Akkus auf, da es wegen so eines Akkus 2021 zu einem Grossbrand im Entsorgungsbetrieb kam. Danach darf am Wettbewerb teilgenommen und am Glücksrad gedreht werden.

Am Posten der Schmid AG klären Leandra Schmid und Daniel Hoffmann zum Thema Recycling und insbesondere zur Brandgefahr von Akkus auf, da es wegen so eines Akkus 2021 zu einem Grossbrand im Entsorgungsbetrieb kam. Danach darf am Wettbewerb teilgenommen und am Glücksrad gedreht werden.

Das Team der Schmid AG (von links): Daniel Hoffmann (Verkauf und Marketing), Leandra Schmid (Administration und Kommunikation), Martina Schmid (Leitung Sammelstelle), Adrian Schmid (stellvertretender Betriebsleiter), Fredy und Priska Schmid (Geschäftsführer und Inhaber), Yves Suter (Lernender); auch bekannt als blauer Schmid, sorgt mit insgesamt 29 Mitarbeitern dafür, dass Entsorgung und Recycling möglichst schnell und einfach gehen.  (Bilder Claudia Eugster)

Das Team der Schmid AG (von links): Daniel Hoffmann (Verkauf und Marketing), Leandra Schmid (Administration und Kommunikation), Martina Schmid (Leitung Sammelstelle), Adrian Schmid (stellvertretender Betriebsleiter), Fredy und Priska Schmid (Geschäftsführer und Inhaber), Yves Suter (Lernender); auch bekannt als blauer Schmid, sorgt mit insgesamt 29 Mitarbeitern dafür, dass Entsorgung und Recycling möglichst schnell und einfach gehen. (Bilder Claudia Eugster)

Was es mit Raumpatenschaften auf sich hat, zeigen Peter Böhnlein (Raumpate Gebiet Bernhau), Markus Gasser und Tanja Duchoud von der Verwaltung der Stadt Affoltern.

Was es mit Raumpatenschaften auf sich hat, zeigen Peter Böhnlein (Raumpate Gebiet Bernhau), Markus Gasser und Tanja Duchoud von der Verwaltung der Stadt Affoltern.

Beim Posten zum Thema Wachsprodukte zeigt Priska Schmid, was aus Altwachs alles entstehen kann. Dafür sammelt sie Kerzenwachs, säubert und zerkleinert es und giesst dann neue Kerzen in den verschiedensten Formen daraus. Der Erlös aus dem Kerzenverkauf wird gespendet, in den letzten Jahren an das Kinderspital. Nebst Kerzen nimmt der Öki-Hof auch Kork und Bücher an. Es hat ein Bücherregal bei der Sammelstelle, wo diese mitgenommen werden dürfen.

Beim Posten zum Thema Wachsprodukte zeigt Priska Schmid, was aus Altwachs alles entstehen kann. Dafür sammelt sie Kerzenwachs, säubert und zerkleinert es und giesst dann neue Kerzen in den verschiedensten Formen daraus. Der Erlös aus dem Kerzenverkauf wird gespendet, in den letzten Jahren an das Kinderspital. Nebst Kerzen nimmt der Öki-Hof auch Kork und Bücher an. Es hat ein Bücherregal bei der Sammelstelle, wo diese mitgenommen werden dürfen.

Am Posten zum Thema Anti-Food-Waste wird das Konzept der öffentlichen Kühlschränke von Madame Frigo vorgestellt (von links): Elisabeth Huber (Verantwortliche Frigo Jonen), Kim Krickhahn (Helferin Frigo Bonstetten), Claudia Gerges (Verantwortliche Frigo Bonstetten), Sarah Eyring von foodsharing.

Am Posten zum Thema Anti-Food-Waste wird das Konzept der öffentlichen Kühlschränke von Madame Frigo vorgestellt (von links): Elisabeth Huber (Verantwortliche Frigo Jonen), Kim Krickhahn (Helferin Frigo Bonstetten), Claudia Gerges (Verantwortliche Frigo Bonstetten), Sarah Eyring von foodsharing.

Christa Winzeler rettet Lebensmittel vom Volg und macht daraus Konfitüre. Die Früchte dafür holt sie jeweils nach Ladenschluss im Gegenzug für einen Unkostenbeitrag. Das gibt ganz interessante Mischungen, weil immer etwas anderes im Korb ist. Gekauft werden kann die Konfi aus geretteten Früchten im Volg Zwillikon, im Volg Ottenbach und im Albis Beck Kafi in Ottenbach.

Christa Winzeler rettet Lebensmittel vom Volg und macht daraus Konfitüre. Die Früchte dafür holt sie jeweils nach Ladenschluss im Gegenzug für einen Unkostenbeitrag. Das gibt ganz interessante Mischungen, weil immer etwas anderes im Korb ist. Gekauft werden kann die Konfi aus geretteten Früchten im Volg Zwillikon, im Volg Ottenbach und im Albis Beck Kafi in Ottenbach.

Jährlich am 18. März findet der Internationale Recyclingtag statt. Er wurde 2018 von der Global Recycling Foundation ins Leben gerufen, um das Bewusstsein für die Bedeutung von Recycling und Kreislaufwirtschaft zu stärken. Im Säuliamt bietet der Recyclinghof des blauen Schmids seit fünf Jahren an diesem Tag an verschiedenen Posten in seinem Öki-Hof die Möglichkeit, spielend etwas über das Abfalltrennen und die Entsorgung zu lernen. So war am vergangenen Mittwoch einiges los bei der Schmid AG an der Lindenmoosstrasse 15 in Affoltern. Damit auch Werktätige die Möglichkeit haben, das abwechslungsreiche Programm rund um die Themen Recycling, Upcycling und Nachhaltigkeit zu erleben, findet der Recycling-Day beim blauen Schmid am kommenden Samstag, 21. März, von 13.30 bis 16 Uhr gleich nochmal statt. Dann sogar mit Zusatzprogramm: eine Kleidertauschbörse, eine Festwirtschaft, ein Sandkasten für Kinder zum Spielen und als Highlight eine Baumaschinen-Vorführung. Interessierte dürfen im Kranfahrzeug und im Umschlagbagger sogar Probe sitzen.

Recycling mit Herzblut

Den Entsorgungs- und Recyclingbetrieb gründete Robert Schmid 1954. Fredy und Priska Schmid führten ihn weiter, und als sie vor einiger Zeit für ein Jahr eine Reise machten, da übernahm die dritte Generation. Seither sind Adrian und Leandra Schmid am Ruder. «Wir wurden ins kalte Wasser geschmissen, aber so lernt man schwimmen», erklärt Adrian lachend. Er hat eine Lehre als Recyclist EFZ absolviert und ist der Gefahrengutbeauftragte des blauen Schmids. Leandra hat eine KV-Lehre gemacht und ist nun vor allem für die Administration und Kommunikation zuständig. «Ich bin Mädchen für alles», erklärt sie. Schrittweise wird der Betrieb so an die jüngere Generation übergeben. «Sie machen das super», findet Fredy Schmid, der sich freut, denn so habe er mehr Zeit für das «Schrübeln» an seinen Oldtimern, wie Adrian Schmid augenzwinkernd meint. Dass es «einewäg» ein Familienbetrieb ist, wird klar, als die Leiterin der Sammelstelle eine Führung durch diese gibt und sich als Martina Schmid vorstellt. Aber die Schmids können weiter auf insgesamt 29 mehrheitlich langjährige Mitarbeiter zählen und den motivierten Lernenden Yves Suter. Sie alle machen ihren Job mit Herzblut und haben sich dem Recycling verschrieben. «Am Recycling-Day machen wir mit, weil die Aufklärung und die Sensibilisierung ein Herzensthema für uns sind», so Leandra Schmid. Dementsprechend liebevoll sind auch die Posten gestaltet und der Öki-Hof des blauen Schmids wartet mit einem abwechslungsreichen Programm auf, das informativ, praxisnah und geeignet für die ganze Familie ist.

Der blaue Schmid bleibt offen

Jüngst unterlag man dem Mitbewerber – dem grünen Schmid, welcher seinen Standort pikanterweise direkt neben dem Öki-Hof hat, als es darum ging, wer für die nächsten fünf Jahre die offizielle Sammelstelle der Stadt Affoltern wird. Dies nach über 25 Jahren. Grund war der Preis. Klar sei man enttäuscht, aber man habe den Auftrag nicht um jeden Preis gewollt. Nicht auf Kosten der Mitarbeiter. «Ich bin der Meinung, dass gute Arbeit gut entlöhnt sein sollte», erklärt Adrian Schmid. Ob man einen Rückgang gespürt habe? Am Anfang klar, so Schmid, aber viele kämen auch gerne wieder zurück, weil sie die Infrastruktur und das Angebot schätzten. Und wer weiss, womöglich macht in fünf Jahren ja der blaue Schmid wieder das Rennen vor dem grünen Schmid. Denn eines können die blauen Schmids klar sagen, an den Gerüchten, der Öki-Hof der Schmid AG würde schliessen oder sei geschlossen, die aktuell kursieren, ist nichts dran. «Sieht es so aus, als hätten wir geschlossen?», meint Leandra Schmid lachend und breitet die Arme aus – um sie herum herrscht reger Betrieb.

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