Schlichte Eleganz und Bodenständigkeit

Im Sam’s Steakhouse in Bonstetten wird frisch und nachhaltig gekocht

Sie freuen sich über den gelungenen Start (von links): Tim Streich, Samantha und Janine Krattenmacher und Claudio Bernasconi. (Bild Marianne Voss )

Sie freuen sich über den gelungenen Start (von links): Tim Streich, Samantha und Janine Krattenmacher und Claudio Bernasconi. (Bild Marianne Voss )

Ein Restaurant an guter Lage hat zwei initiative Paare gefunden. Die Schwestern Samantha und Janine Krattenmacher, beide mit langjähriger Erfahrung in der Gastronomie, haben den Betrieb übernommen. Ihre Partner unterstützen sie dabei in vielen Bereichen tatkräftig. Die ehemalige Pizzeria ist jetzt ein Steakhouse und nennt sich Sam’s. Dass immer wieder Gäste einen der Partner für den Sämi halten, nimmt die Namensgeberin Samantha mit Humor.

Sie leitete viele Jahre einen Gastrobetrieb, den sie aufgab, als sie Zwillinge erwartete. Ihr Partner, Tim Streich, ist Landwirt und bewirtschaftet in der Vollenweid, Hausen, einen Pferdepensionsstall und eine Rinderhaltung. «Als die Kinder grösser wurden, spürte ich, dass ich wieder zu den Gästen an die Front möchte», berichtet sie. Ihre Schwester Janine war auch angetan von der Idee, wieder etwas Eigenes aufzubauen. Sie ist verheiratet mit Claudio Bernasconi, der beim Kanton im öffentlichen Dienst arbeitet.

Die Hausspezialität ist der heisse Stein

Im Sommer 2025 konnten die beiden Paare den Betrieb beim Bahnhof Bonstetten-Wettswil in Pacht übernehmen. Doch bis zur Eröffnung im September gab es viel zu tun und auch viel zu investieren. Sie richteten die Räume neu ein in einem modernen, eleganten, zugleich bodenständigen und schlichten Stil. Mit Holztischen und einigen schwarzen Sitzbänken schufen sie eine gemütliche Atmosphäre. «Es soll sich hier jede und jeder wohlfühlen, ob am Mittag oder am Abend, ob Manager oder Handwerker», erläutern sie. Dasselbe gilt für die Speisekarte, wo auch für jeden Geschmack etwas zu finden ist. «Wir haben uns entschieden, das Restaurant als Steakhouse zu führen, in diesem Bereich kennen wir uns aus.» Auf der Karte ist somit eine grosse Auswahl an Fleischgerichten zu finden. Die Hausspezialität sei der heisse Stein. «Rindsfilet auf dem heissen Stein ist bis jetzt das Lieblingsmenü unserer Gäste.» Wer nicht gerne Fleisch isst, muss aber nicht zu Hause bleiben. Auch vegetarische und vegane Gerichte stehen zur Verfügung. Wer gerne ein Glas oder eine Flasche Wein bestellt, hat die Wahl zwischen vielen guten Tropfen aus dem In- und Ausland. «Unsere Speisen werden hier in der Küche mit viel Liebe und Know-how selbst produziert. Wir legen viel Wert auf Frische und Nachhaltigkeit», betonen die beiden Schwestern. Tim Streich, der Landwirt, ergänzt: «Ein Teil des Fleisches stammt von den Mastrindern unseres Bauernhofes in Hausen.»

Drei Mittagsmenüs nebst dem Angebot auf der Speisekarte

Samantha und Janine arbeiten voll im Betrieb. Sie verstehen sich als Gastgeberinnen und Wirtinnen, packen überall an und sind mit Leidenschaft für die Gäste da. Tim ist der Mann fürs Handfeste und Claudio kümmert sich um die Informatik. An Wochenenden stehen die beiden Männer aber mit an der Front, begrüssen die Gäste, machen die Tischzuteilungen und helfen im Service. Zehn weitere Mitarbeitende sind im Service und in der Küche beschäftigt, inklusive des sehr erfahrenen Küchenchefs Stan.

Nebst dem Angebot auf der Speisekarte stehen am Mittag jeweils drei Menüs im Preis zwischen 20 und 30 Franken zur Auswahl. In den verschiedenen Innenräumen und dem Wintergarten können 100 Gäste Platz nehmen, draussen nochmals ebenso viele. Das Restaurant ist Dienstag bis Freitag ab 11 Uhr morgens geöffnet, am Samstag ab 14 Uhr. Sonntag und Montag sind Ruhetage.

Wohlwollen vonseiten der Bevölkerung

Drei Monate ist das Restaurant Sam’s nun in Betrieb. «Es läuft gut», betonen die Pächterinnen und Pächter. «Unsere Erwartungen wurden übertroffen.» Der Start im September sei überwältigend gewesen. «Die Bevölkerung kam und freute sich, dass das Restaurant wieder eröffnet wurde.» Es sei für sie spürbar, dass sie in Bonstetten und Wettswil willkommen sind. «Wir fühlen uns wohlwollend aufgenommen.» Sie berichten von ihren Stammgästen, von ortsansässigen Firmen oder verschiedenen Gruppierungen, die inzwischen regelmässig bei ihnen einkehren. Am Freitag- und Samstagabend sei es empfehlenswert, voraus einen Tisch zu reservieren. Das erfüllt die vier mit Stolz und Zufriedenheit. «Wir sind einfach wir. Wir stehen für uns und die Qualität ein. Und die schönste Bestätigung für unsere Arbeit sind die zufriedenen Gäste.»

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