«Apfelraub in Affoltern» - Seite 4
Krimizeit - Teil 4

Nach dem brutalen Mord an der Oberen Bahnhofstrasse in Affoltern klärte sich das Bild für die Ermittler nur langsam. Ein Indiz war, dass beim Opfer ein Apfel fehlte. Kein essbarer Apfel, aber ein gewichtiger Apfel von Yves Netzhammers Kunstwerk. Aber bei dem blieb es nicht. Bei den bis zum OVA-Areal verstreuten Aluminium-Kunstgegenständen fehlten insgesamt fünf Äpfel. Alle fein säuberlich von den gegossenen Kunstwerken entfernt. Die Ermittler waren nicht nur ratlos, was damit bezweckt wird, sondern wie die Trennung so sauber durchgeführt werden konnte. Eine Entfernung mit Maschinen hätte in der Nacht einen ziemlichen Lärm verursacht. Eine lautlose Methode war den Ermittlern nicht bekannt. Man zog auch Parallelen zum Diebstahl der Skulptur auf dem nahe gelegenen Säulibrunnen 2012. Dieser Fall wurde nie gelöst, die Statute nie mehr gefunden. Führten die Spuren des Apfeldiebs, auch zum Säuli-Dieb? Und was hat das Ganze mit dem Toten zu tun?
Thema in den Boulevard-Medien
Das Thema beschäftigte. Die Boulevard-Medien sprachen vom Beil-Mörder und verströmten Angst und Schrecken. Die Bilder mit der Blut-Lache bis zum Weihnachtsbaum taten ihr Übriges. Ein Sprecher der Kriminalpolizei versuchte zu beruhigen. Es gebe momentan keine Anzeichen dafür, dass in Affoltern ein Serientäter aktiv sein könnte. Über das Opfer selbst war noch wenig bekannt. Wie die Blutanalyse ergab, hatte der ältere Herr in der Mordnacht ordentlich getrunken. Mangels Dokumenten und auch keiner passenden Vermisstenanzeige konnte der Mann aber noch nicht identifiziert werden. Bei den Ermittlungen konnte man immerhin feststellen, dass die Person die Stunden zuvor in der nahgelegenen Oldie-Bar verbrachte. Das Personal konnte sich dort zwar an die Person erinnern, aber auch nicht bei der Identifikation weiterhelfen. Wieso musste jemand sterben, wenn es doch «nur» ums Apfel-Klauen ging. Oder steckte da mehr dahinter? (red)
Dieser Krimi wird laufend weitergesponnen. Der Verlauf und der Ausgang der Geschichte sind noch offen. Die Redaktion freut sich auf Input aus der Leserschaft. Wie soll es weitergehen? redaktion@affolteranzeiger.ch


