Dreimal Gold und einmal Silber

WM: Flurina Rigling war in den vier Disziplinen Scratch, Sprint, Zeitfahren und Ausscheidungsrennen erfolgreich

Flurina Rigling überquert im 200-Meter-Sprint-Rennen die Ziellinie als Erste. (Bild Swiss Paralympic/SWpix.com)
Flurina Rigling überquert im 200-Meter-Sprint-Rennen die Ziellinie als Erste. (Bild Swiss Paralympic/SWpix.com)

Vergangenes Wochenende fanden in Rio de Janeiro die Bahn-Weltmeisterschaften im Paracycling statt. Mit insgesamt vier Medaillen waren es die erfolgreichsten Weltmeisterschaften der Hedingerin Flurina Rigling.

Am Donnerstag fuhr die 29-Jährige im 1-Kilometer-Zeitfahren die zweitschnellste Zeit und verpasste den Weltrekord um nur 27 Hundertstel. Den Sieg sicherte sich die Brasilianerin Sabrina Custódia da Silva mit einer neuen Weltrekordzeit von 1:20,020. Bronze ging an die Deutsche Maike Hausberger.

Am Freitag startete Rigling im Zehn-Kilometer-Scratch-Race. Diese Rennen sind oft von der Taktik geprägt, weil auch die Rundengewinne zum Ergebnis zählen. Dank einer Attacke 19 Runden vor Schluss sicherte sie sich einen Rundengewinn und musste am Ende nicht ins Ziel sprinten. Es ist nicht nur Riglings taktisch stärkstes Scratchrennen, sondern auch ihre erste Goldmedaille in dieser Disziplin, wie Swiss Paralympic in ihrer Mitteilung schreibt. «Ich bin sprachlos, das habe ich noch nie geschafft. Ich habe aber gespürt, dass mir das Vertrauen von der erfolgreichen Strassensaison auch bei den Bahnrennen sehr hilft», berichtet Rigling. Im 200-Meter-Sprint-Rennen am Samstag sicherte sie sich ebenfalls die Goldmedaille.

Erfolgreich auch im neuen Format

Abschliessend fand am Sonntag das Elimination-Final statt. Wie Swiss Paralympic schreibt, wurde Riglings Paradedisziplin, die Einzelverfolgung, an dieser WM durch ein Ausscheidungsrennen ersetzt. Dabei scheidet jeweils die zuletzt über die Ziellinie fahrende Athletin aus, bis sich am Ende zwei Fahrerinnen den Sieg untereinander ausmachen. Flurina Rigling setzte sich im Sechserfeld ihrer Wettkampfklasse (WC2) erneut durch. Im Duell mit der Brasilianerin Sabrina Custódia da Silva fuhr die Zürcherin souverän zu ihrer dritten Goldmedaille.

Die Titelkämpfe fanden wie im Vorjahr auf der 250 Meter langen Holzbahn des ehemaligen olympischen Velodroms von Rio 2016 statt.

Wie Flurina Rigling bereits im Vorfeld angekündigt hatte, endete mit den Rennen in Rio ihre aktuelle Saison. Sie wird sich nun eine kleine Auszeit gönnen.

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