«Schulsystem am Anschlag»
Primarschule Bonstetten arbeitet an Lösung
Als die Primarschulpflege Bonstetten im «Anzeiger» vom 6. Februar die «Vision 2033» präsentierte, so war durchaus damit gerechnet worden, dass es Diskussionen auslösen würde. Auch darüber wurde im «Anzeiger» vom 24. Februar berichtet, in welchem zudem eine Stellungnahme der Primarschulpflege zu den Reaktionen auf die Vision 2033 zu lesen war. Um alle abzuholen, sei ein zentraler Bestandteil des weiteren Vorgehens der transparente Einbezug aller relevanten Anspruchsgruppen zu gegebener Zeit, kommunizierte Isabella Tamas, Primarschulpflegepräsidentin, darin.
Am letzten Donnerstag war die Zeit für eine Orientierungsveranstaltung für die Eltern und Erziehungsberechtigten dann gegeben. Diese begann um 19 Uhr und endete um 20.30 Uhr. Ausserdem war die Durchführung ursprünglich im Mehrzweckraum von Schulhaus 4 geplant, wurde dann aber aus Platzgründen in die Aula der Sekundarschule Bonstetten verlegt. Und diese war am Ende wirklich voll bis zum letzten Klappstuhl. Rund 150 Interessierte, teils besorgte, teils empörte, aber auch ebenso viele begeisterte Erziehungsberechtigte mit reichlich Fragen auf der Zunge, sassen fünf Mitgliedern der Primarschulpflege und vier Mitgliedern der Geschäftsleitung der Primarschule Bonstetten gegenüber.
Die Schulpflege ist für die Führung der Primarschule Bonstetten verantwortlich und hat die Aufgabe, deren strategische Ausrichtung zu definieren. Dies sei in den letzten vier Jahren gemacht worden, und das Ergebnis davon ist die «Vision 2033», eröffnete Isabella Tamas den Orientierungsanlass. Um diese strategische Ausrichtung der Primarschulpflege operativ umzusetzen, wurde Anfang des letzten Schuljahres mit Momo Beutler, Christa Neukom und Christine Trachsler eine komplett neue Schulleitung ins Boot geholt. Diese drei zusammen verfügen über breite Erfahrung auf unterschiedlichen Schulebenen und somit die nötige Kompetenz, die Primarschule Bonstetten weiterzuentwickeln. «Als Schulpflege haben wir gezielt nach Schulleitungen gesucht, die sich bereits mit visionären Schulfragen auseinandergesetzt haben und sich für eine zukunftsorientierte, kindgerechte Schule einsetzen», so Isabella Tamas, bei ihrem Begrüssungswort an das Publikum.
Wieso braucht es eine Vision?
Eine Zunahme von auffälligen und belasteten Kindern, Schulabsentismus, belastete Lehrpersonen. «Das Schulsystem ist am Anschlag», so Isabella Tamas. Steigende Kosten, aber die Probleme würden bleiben. Das Schulsystem bedürfe gewisser Umstrukturierungen.
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